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Unsere Schule feierte in einem Festakt ihr
125-jähriges Bestehen!

Itzehoes Bürgermeister Rüdiger Blaschke (Mitte) und Bürgervorsteher
Heinz Köhnke (rechts) überreichten Obertstudiendirektor Nils Kuhnke zum
Jubiläum der Schule einen Stich der Stadt Itzehoe
Fotos der Feierlichkeiten
Auftritt der Gruppe Hochglanz
Montag, der 26. September 2005,
stand ganz im Zeichen des 125-jährigen Schuljubiläums der Kreisberufschule, das
an diesem Tag mit den SchülerInnen und LehrerInnen dieser Schule sowie
unzähligen geladenen Gästen gefeiert werden sollte. Schon vor Eröffnung der
Jubiläumsfeier sah man, dass es sich an diesem Tag nicht um einen normalen
Schultag handelte. Dies wurde schon gleich deutlich aufgrund des ungewohnten
Bildes auf dem leeren Schulparkplatz, wo sich normalerweise die SchülerInnen
schon sehr früh die letzten Plätze sichern müssen. Doch dies war eine
Vorbereitungsmaßnahme für das Fest, da diese Plätze für die Gäste reserviert waren.
Das Treiben in der Schule
hingegen war dann umso bunter, da noch die letzten Vorbereitungen für die
Präsentation getroffen wurden. Dazu liefen alle Beteiligten durch die
Gebäudekomplexe, um alles zusammen zu sammeln, was noch benötigt wurde. Es war
deutlich zu spüren, dass sich alle Mühe gegeben hatten und nun auch begeistert
ihre geschaffenen Werke präsentieren wollten, in die sie sehr viel Zeit
investiert hatten. Doch nicht nur die SchülerInnen waren gespannt, auch den
LehrernInnen war eine gewisse Nervosität anzumerken, da sich die Schule heute
nach außen präsentieren musste und sie sich einen reibungslosen Ablauf wünschten.
Auch diejenigen, die vor ihrer Aufgabe standen, eine Rede zu halten, war eine
gewisse Anspannung anzumerken.
Um 10 Uhr war es dann soweit. Das
Fest begann. Die Gäste, die LehrerInnen sowie einige SchülerInnen der
Schülervertretung trafen sich hierzu in der Sporthalle. Die Gruppe „Hochglanz",
in der 2 Schülerinnen unserer Schule mitwirkten, umrahmte den Festauftakt mit
modernen deutschen Liedern und gab dem Ganzen so eine besondere musikalische
Note.
Schulleiter Nils Kuhnke leitete
die nachfolgenden Reden mit einer Begrüßung ein, in der er auf die
Schwierigkeiten hinwies, die die Schule im Laufe seiner Entstehungsgeschichte
hatte. Die Schule sei heute ein „bedeutender Wirtschaftsfaktor in Steinburg",
betonte er.
Landrat Dr, Burghard Rocke wies
in erster Linie auf die Wichtigkeit einer Zukunft der SchülerInnen hin, für die
diese Schule viele Möglichkeiten biete. Trotz der „Unmenge an Geld", welches in
die Schule investiert wurde und das Gefühl, „die Schule wird nie fertig", ist
er der Meinung, dass die Investitionen notwendig und richtig waren und auch in
Zukunft weiterhin bereitgestellt werden sollen. In diesem Sinne übergab er im
Namen des Kreises Steinburg der Schule ein neues, modernes Rednerpult.
Herr Rohwedder, als Vertreter der
Kreishandwerkerschaft, übermittelte Glückwünsche zum Jubiläum und lobt die
Schule aufgrund der hohen Unterrichtsqualität, die aus Wechselwirkungen
zwischen SchülerInnen und LehrerInnen entsteht. Des Weiteren pries er das duale
Ausbildungssystem, welches zu wirtschaftlicher Stärke verhelfe.
Auch Herr Grobe , der Leiter der
Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer in Elmshorn, findet dieses System sehr hilfreich. „Die
Schule vermittelt Werte und gibt Selbstsicherheit", so Herr Grobe weiter.
Der Itzehoer Bürgermeister
Rüdiger Blaschke sprach seinen persönlichen Dank an die Schule aus, da auch er
hier Berufsschüler war, und diese für ihn somit „den Anfang einer beruflichen
Karriere" darstellte. Außerdem sprach er die gute Nachbarschaft zwischen der
Schule und der Stadt Itzehoe an und überreicht in diesem Zusammenhang der
Berufschule einen Stich der Altstadt von Itzehoe als Geschenk.
Der eigentliche Festredner, Wirtschaftsminister
Dietrich Austermann, lobte die hervorragende Arbeit der LehrerInnen und betonte
die Wichtigkeit, den SchülerInnen eine Zukunft zu schaffen. Im Moment „ hat die
Qualität der Schüler nachgelassen" und da müsse man entgegenwirken, so
Austermann. Als Ausweg dafür möchte er eine bessere Vorbereitung der SchülerInnen,
z.B. durch Abschlussprüfungen für Hauptschüler. Um den Jugendlichen nach der
Schule einen Arbeitsplatz zu ermöglichen, sieht Austermann eine 2-jährige
Vor-Ausbildung als Lösung an. Aus dieser Vor-Lehre ließe sich dann eine
„richtige Lehre aufbauen". Eine weitere Vision, die viel Beifall erntete, ist die
Anregung, dass mit dem Meisterbrief der Zugang zum Studium möglich werden sollte.
Auch eine Ausweichung auf neue Berufszweige, wie z.B. im Bereich der
Mikrotechnologie, ermögliche weitere Arbeitsplätze, so Austermann.
Die Umbenennung der Kreisberufschule
zum regionalen Bildungszentrum (rbz), wird sowohl von Dr. Burghard Rocke als
auch von Herr Austermann unterstützt. Dieser Name führe „das duale System näher
an die Schule heran" und fördere „die Zusammenarbeit mit den dualen Partnern",
versicherte Austermann. Dr. Burghard Rocke sieht diesen Namen als Offensive für
die „Kraft und Bewegung" in der Zukunft an.
Holger Kosanke von der
Elternvertretung, Patrik Wilkens von der Schülervertretung, sowie Klaus Gimm
vom Personalrat hielten weitere aussagekräftige Reden, in denen sie ebenfalls
Glückwünsche und Danksagungen aussprachen.
Bevor es dann zur Besichtigung
der vorgestellten Projekte im Schulgebäude kam, beendete der Schulleiter Nils
Kuhnke den Festakt in der Sporthalle durch abschließende Worte. Dabei dankte er
dem Wirtschaftsminister für das „klare Bekenntnis zum dualen System, dass die
Wirtschaftstütze der Zukunft ist". Außerdem appellierte er an die Unterstützung
der Landesregierung, um den Bedarf für 2500 weitere SchülerInnen, die in die
Berufsschulen des Landes wollen, decken zu können. Das Ziel sei es, SchülerInnen
zur Problembewältigung zu befähigen, denn nur das macht „hochqualifizierte und
selbstständig arbeitende Menschen" aus, die in der Zukunft benötigt würden.
Auch deutete er auf die „pädagogische Umwandlung" hin, die besagt, dass „die
SchülerInnen als selbständige Wesen „ angesehen werden müssen. Dies kann aber
nur durch Flexibilität der Schulen mit mehr Eigenverantwortung der Schule ermöglicht
werden." Außerdem betonte er nochmals, dass die Schule kein Wirtschaftszentrum sei,
sondern „die SchülerInnen immer im Mittelpunkt stehen.
Nach einem informativen und bunt
gestalteten Rundgang, bei dem sich alle Beteiligten die Präsentation der
Projekte anschauten, gab es einen Imbiss mit Snacks, vorbereitet von
SchülerInnen der Berufsfachschule für Ernährung und Gesundheit, die im Laufe
der vorangegangenen Projektwoche hierfür Rezepte kreierten.
Text: Silke Rühmann, GG13
Fotos: Gyde Sievers, GG13 und Thomas G. Möller-Svoboda
Fotos der Feierlichkeiten
Auftritt der Gruppe Hochglanz
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