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Studienfahrt Berlin 2015

Vanessa Christian, Flemming Boje, Thaisen Wulff

 

Vom 15.01.-17.01.2015 unternamen wir mit einer Oberstufe eine Studienfahrt nach Berlin. Auf dem Weg dahin haben wir 2 Betriebe besichtigt.

Die ursprünglich aus dem Kreis Pinneberg stammende Familie Karp übernahm in Kaarck 1991 eine alte LPG mit 210 Kühen, 60 davon kamen aus dem Stammbetrieb.

In den ersten Jahren bewirtschafteten sie die alten Gebäude, die Familie wohnte im ehemaligen Sozialtrakt der LPG. Erst 1999 wurde ein eigenes Haus gebaut.

2001 und 2004 erfolgte der Umbau der alten Ställe auf Liegeboxen. Wegen der schwierigen statischen Verhältnisse entschloss man sich zum Einbau von Faltschiebern. 2012 wurde der neue Kuhstall mit 598 Plätzen gebaut. Die Tiefstreuboxen werden mit getrockneten Gärresten der eigenen Biogasanlage eingestreut. Ein selbstfahrender Futtermischwagen versorgt alle, teils verstreut liegende Stallungen.

2 Biogasanlagen mit insgesamt 1,1 MW beliefern Teile des Dorfes mit Fernwärme. Beide Anlagen verarbeiten Mais, Futterreste, Rüben und Gülle.

Die Kühe werden dreimal/Tag in einem 2*24er Side-by-Side Melkstand gemolken. Insgesamt Das Erstkalbealter der Färsen liegt bei 24 ½ Monaten. Die Kalbungen sind über das ganze Jahr verteilt. Die Bullenkälber werden verkauft.

Für das Herdenmanagement sind 2 Frauen verantwortlich. Ein Klauenpfleger kommt zweimal im Jahr.  

Heute bewirtschaftet Familie Karp 600 ha, 700 Kühe mit Nachzucht sowie zwei Biogasanlagen. 22 Mitarbeiter sind im Unternehmen angestellt. Trotz dieser großartigen Entwicklung sind die Kontakte in die alte Heimat nie abgerissen.

 

Der zweite Betrieb wird von der Familie Schmidt bewirtschaftet. Sie stammt ursprünglich aus Lürschau und siedelte vor 20 Jahren wegen beengter Dorflage nach Kambs aus. Aus dem Betrieb mit ursprünglich 100 Kühen und 2*6 FGM mit 7000 l ist seitdem ein Betrieb mit 550 Kühen, 700 ha, 7 Melkrobotern der Firma Lely und einer 350 KW Biogasanlage geworden. Ein 250 kW Satellitenmotor wird demnächst Teile des Dorfes mit Fernwärme beliefern. Auch hier wird das Restsubstrat dekantiert, nachgetrocknet und als Einstreu für die Hochboxen genutzt. Auf dem Futtertisch erledigt ein „Ranschieberoboter“ technisch zuverlässig seine Arbeit.

Schmidt will angesichts seiner Größe künftig auf Fremdfirmen und Lohnunternehmen verzichten und den Betrieb nur mit eigenen Arbeitskräften erledigen. Er erhoft sich dadurch eine besserer Arbeitsqualität.10 Mitarbeiter sind beschäftigt. Bei unbeanstandeter qualitativ guter Arbeit erhalten sie wöchentliche Prämien.

 

Beide Betriebe zeigen eindrucksvoll, welches Wachstum mit dem nötigen Elan und gutem Fachwissen auch heute noch möglich ist.

 

Am zweiten Tag besuchten wir unseren Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich im Paul-Löbel Haus in Berlin. Er stellte uns seinen abwechslungsreichen aber offensichtlich auch langen und teils stressigen Alltag in Berlin und in seinem Wahlkreis vor und beantwortete geduldig unsere Fragen. So gewann man doch einen ganz anderen Blick auf „die Politiker“ als wir vorher z.T. hatten.

Nach einer interessanten Stadtrundfahrt besuchten wir den Bundestag und hatten bei Dunkelheit einen prächtigen Blick auf das erleuchtete Berlin.

 

Am letzten Tag besuchten wir die Grüne Woche und drängelten uns bis zum Nachmittag durch die riesigen Hallen und die noch größeren Menschenmengen.

Um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher geworden, erreichten wir abends Itzehoe.

 
 

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